Frankreich warnt vor Gefährdung der Syrien-Friedensgespräche


 
 
 

Frankreich hat aus Sorge über neue Gewalt in Syrien das Regime von Präsident Baschar al-Assad vor einer Gefährdung der Friedensgespräche gewarnt. Paris sei besorgt über den «Wiederanstieg der Gewalt» in dem Bürgerkriegsland in den vergangenen Tagen, teilte der Sprecher des Außenministeriums am Dienstag mit.

Die Offensiven der Regierungstruppen und ihrer Verbündeten um die Großstadt Aleppo und im Gebiet Ost-Ghouta seien eine Bedrohung für den vereinbarten Waffenstillstand. «Das Regime und seine Alliierten würden die Verantwortung eines neuen humanitären Dramas und des Scheiterns der inner-syrischen Verhandlungen tragen.»

Zuvor hatten die USA dem Regime vorgeworfen, wiederholt die Waffenruhe gebrochen zu haben. In Genf soll am Mittwoch die dritte Runde der Friedensgespräche beginnen, die nach mehr als fünf Jahren Bürgerkrieg den Weg zu einer Übergangsregierung, einer neuen Verfassung und freien Wahlen ebnen sollen.

Der Iran sagte UN-Sondervermittler Staffan de Mistura weiterhin seine Unterstützung für die Friedensbemühungen im Syrien-Konflikt zu. «Wir sind auch sehr froh, dass die Verhandlungen in Genf sich einer politischen Lösung nähern», sagte Vizeaußenminister und Syrien- Beauftragter Hussein Amirabdullahian am Dienstag nach einem Treffen mit de Mistura in Teheran. Iran steht im Syrien-Konflikt auf der Seite des Assad-Regimes.