EDF will sich vier Milliarden Euro über Kapitalerhöhung besorgen


 
 
 

Der zu großen Teilen staatliche Energiekonzern Électricité de France (EDF) will sich frisches Geld beschaffen. Das Unternehmen kündigte am Freitagabend eine Kapitalerhöhung über vier Milliarden Euro an. Der französische Staat will sich an der Maßnahme mit drei Milliarden Euro beteiligen. EDF will zudem bis 2020 durch den Verkauf von Vermögensgegenständen weitere zehn Milliarden Euro einnehmen.

In vergangenen Jahr hatte das Unternehmen trotz der schwierigen Lage der Branche die Mehrheit am Atomreaktorgeschäft des ebenfalls stattlich kontrollierten französischen Konzerns Areva gekauft. Zudem soll EDF der Pariser Regierung zufolge den umstrittenen Neubau zweier Reaktoren im britischen Atomkraftwerk Hinkley Point unter allen Umständen durchziehen.