Schräg gleich schön: Pariser Schauen für den Winter


 
 
 

Schrill oder elegant? Bei den laufenden Pariser Prêt-à-Porter-Schauen der Damenkollektionen für Herbst/Winter 2017/18 schwanken die Designer zwischen diesen Polen. Elie Saab entschied sich am Samstag für «elegant»: Graziöse «Mademoiselles» trippelten bei ihm über den Laufsteg. Der Libanese hatte sich von dem Ballett «Giselle» inspirieren lassen und kombinierte Ballerina-Kleider mit Tüll und Spitze zu folkloristischen «Dirndl»-Elementen.

Die Schau von Mugler katapultierte einen direkt in die 1980er-Jahre. In denen hatte Markengründer Thierry Mugler einst die Mode revolutioniert. Extrem breite Schultern, scharfkantige Schnitte und schwarzes Leder erinnerten an seine früheren Laufsteg-Amazonen. Der jetzige Chefdesigner David Koma milderte den Look aber mit weichen Wollstoffen und mädchenhaften Minikleidern klug ab.

«Schräg gleich schön» schien sich die französische Designerin Véronique Leroy gedacht zu haben. Ihre Hosen aus geraffter Seide in Grüntönen erinnerten an Gardinendrapierungen. Overalls aus braunem Pannesamt oder roséfarbenem Rippstrick winkten in die 1970er-Jahre.

Erholen konnten sich die Augen dann bei dem deutschen Designer-Duo Talbot Runhof. Hier gab es eine gute Mischung aus femininem Chic und Sportswear: Weiche Samtstoffe in Schwarz, Pyjamahosen, üppige Paillettenstickerei und leuchtendroter Satin für den Abend: Parfait!