Frankreich: 16 Jahre Haft für Priester

Wegen mehrfacher Vergewaltigung ist ein Priester der Piusbruderschaft am 5. Mai in Frankreich zu 16 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Der Generalsekretär der Piusbruderschaft mit Sitz im Schweizer Menzingen, Christian Thouvenot, erklärte gegenüber dem Portal cath.ch, die Fälle seien innerhalb der Gemeinschaft untersucht worden, ohne dass deren Schwere erkannt worden sei.

Die Bruderschaft habe den Fall der Justiz nicht gemeldet, so der Generalsekretär. In Frankreich haben mehrere Zeitungen die Bruderschaft wegen dieser Unterlassung angegriffen. Die in Paris erscheinende Zeitung „La Croix“ schrieb: „Diese Affäre unterstreicht das schlechte Management der Bruderschaft im Fall von sexuellem Missbrauch.“

Bevor die französische Justiz eingriff, wurde der heute 43 Jahre alte Christophe Roisnel einem kirchlichen Prozess innerhalb der Gemeinschaft unterzogen. In der Folge wurde der Priester für zwei Jahre in das traditionalistisches Kapuziner-Kloster in Morgon in Frankreich versetzt, das der französischen Kapuziner-Provinz nicht angehört.