Flüchtlingslager in Nordfrankreich geräumt


 
 
 

Französische Sicherheitskräfte haben ein Flüchtlingslager in Grand-Synthe bei Dünkirchen in Nordfrankreich geräumt. Gut 550 Menschen, darunter 60 Kinder, seien in feste Unterkünfte gebracht worden, berichtete die Präfektur in Lille am Dienstagabend. 16 Menschen wurden vorläufig festgenommen, die Gründe dafür wurden nicht mitgeteilt. Größere Zwischenfälle habe es nicht gegeben.

Die Lebensbedingungen in dem wilden Lager in Grand-Synthe seien unwürdig gewesen, so die Präfektur. In der Region an der Ärmelkanalküste sammeln sich seit Jahren immer wieder Migranten, die illegal nach Großbritannien gelangen wollen. Nach einem Brand waren in Grande-Synthe im Frühjahr rund 1200 Bewohner vorübergehend in Turnhallen untergebracht worden.

Im Oktober vergangenen Jahres hatten die Behörden ein riesiges Elendslager in Calais geräumt, den berüchtigten «Dschungel». Grande-Synthe liegt etwa 30 Kilometer Luftlinie davon entfernt.