Schweigemarsch nach Tötung von Joggerin in Ostfrankreich

Der gewaltsame Tod einer Joggerin bewegt Frankreich. In der Heimatstadt der 29-Jährigen im Osten des Landes versammeln sich Tausende zu einem stillen Gedenken.

Mehr als 8000 Menschen haben bei einem Schweigemarsch in Ostfrankreich einer getöteten Joggerin gedacht. Das berichtete der französische Regionalsender France Bleu Besançon am Sonntag unter Berufung auf die Polizei. Viele Teilnehmer des Marsches waren demnach in Weiß gekleidet.

Die verbrannte Leiche der 29-Jährigen war am vergangenen Montag in einem Wald bei Gray im Osten Frankreichs gefunden worden. Zwei Tage davor war die Bankangestellte zum Joggen aufgebrochen und nicht zurückgekehrt. Die Hintergründe des Falls sind bisher nicht aufgeklärt. Nach unbestätigten Medienberichten soll die Frau erwürgt worden sein. Fahnder ermitteln wegen Mordes.

In mehreren Städten des Landes gedachten Menschen am Wochenende bei Läufen der Getöteten – neben Gray unter anderem im ostfranzösischen Besançon, wo die 29-Jährige gearbeitet hatte, sowie in Paris und in Marseille, wie der Radionachrichtensender Franceinfo und andere Medien berichteten.